Vereinsgeschichte

Am 22. März 1928 formierte sich der "Hockey- und Tennis-Club Schwarz-Weiß Neuss" aus den ersten organisierten Hockeyspielern des "Verein für Sportfreunde 06" und interessierten Tennisspielern. Damit gilt er als ältester Neusser Verein in diesen beiden Sportarten. Aus finanziellen Gründen trennen sich aber die Wege der beiden Sportabteilungen schon bald wieder in den "Neusser Tennisclub 03" und den "Hockey-Verein Schwarz-Weiß Neuss". Nach dem Krieg stehen beide Vereine wie fast alle Sportvereine vor dem Nichts. Es fehlen Hockey- und Tennisplätze. Während die Tennisspieler drei Tennisplätze im Stadion an der Jahnstraße nutzen können, müssen die Hockeyspieler mehrfach das Übungsgelände wechseln. Die Scheidung aus dem Gründungsjahr wird rückgängig gemacht und man fusioniert erneut zum "Hockey- und Tennis-Club Schwarz-Weiß Neuss". Schon bald stehen dem Verein im Stadiongelände zwei Hockeyplätze und weitere Tennisplätze zur Verfügung.

 

1952 wird das mit viel Eigenleistung gebaute Clubhaus eingeweiht. 1981 wird die Tennishalle mit zwei Einzelplätzen sowie eigenem Umkleide- und Sanitärbereich fertiggestellt. Zehn Jahre später folgt der erste Kunstrasenplatz, der 1998 mit einer Flutlichtanlage versehen wird. Zum 80-jährigen Jubiläum im Jahre 2008 kann sich der HTC als finanziell gesunder und sportlich erfolgreicher Verein mit zwei Hockey-Kunstrasenplätzen mit Flutlichtanlage, zehn Freiluft-Tennisplätzen und zwei Hallen-Tennisplätzen präsentieren. Das Clubhaus ist zwischenzeitlich mehrfach umgebaut und renoviert worden, hat dabei aber nie etwas von seiner Gemütlichkeit verloren.

 

Der Verein bringt schon in frühen Jahren im Hockey immer wieder Auswahlspieler hervor. In der Tennisabteilung wird versucht, mit viel Engagement Anschluß an das Leistungsniveau des Tennis-Bundesliga-Nachbarn "Blau-Weiß" zu halten, was dem Verein immerhin eine optimale Jugendarbeit mit vielen Erfolgen auf Stadt- und Kreisebene beschert. Die daraus hervorgegangenen Talente setzen ihre jeweilige Sportkarriere aber leider in anderen, finanzkräftigeren Vereinen fort. Auch die Hockeyabteilung muß viele hoffnungsvolle junge Spieler an die umliegenden Bundesliga-Vereine abgeben.

 

Während die Tennisabteilung weiterhin mit dem Angebot einer hervorragenden Jugendarbeit beachtliche Erfolge vorweisen kann, gelingt der Hockeyabteilung begünstigt durch die durch den Bau der beiden Kunstrasenplätze geschaffenen optimalen Trainingsbedingungen der Anschluß an die nationale Spitze. Die Herren-Hockeymannschaft spielt auf dem Feld aktuell in der 2. Bundesliga und in der Halle in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Damen-Hockeymannschaft spielt in der Halle ebenfalls in der 1. Bundesliga und im Feld ab der Saison 2010/2011 erstmalig in der 1. Bundesliga. Im Jugendhockey wurden in den letzten Jahren mehrere Deutsche Meisterschaften und Vizemeisterschaften auf dem Feld und in der Halle gewonnen. Der Verein stellt aktuell mit Lina Geyer (A), Lena Andersch (A), Sebastian Draguhn (A), Abbas Haider (Pakistan A), Waqas Akbar (Pakistan A), Luisa Steindor (U21/A), Leonie Geyer (U21), Katrin Bremer (U21), Marie Münch (Frankreich U21), Fanny Ferrier (Frankreich U21), Sarah Sprink (U18), Katharina Kreiner (U18), Egbert Wilms (Ü60) und Butz Paul (Ü60) vierzehn Hockey-Nationalspieler.

 

Von deren Reisen und Ausrüstungsstandard konnten die Vereinsgründer des Jahres 1928 nur träumen